Breaking News: Was Du noch nicht über Knochengesundheit wusstest.
- Benita

- 6. Nov. 2025
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Nov. 2025
Im Oktober stand alles im Zeichen der Knochengesundheit: Welt-Osteoporose-Monat!
Jetzt, im November, ist das Thema wieder leiser geworden, obwohl Osteoporose jede dritte Frau über 50 betrifft und zu den unterschätzten, folgenreichsten Erkrankungen zählt. Gefährlich ist weniger der Bruch selbst als die Komplikationen danach und der Verlust an Mobilität, Lebensqualität und Selbstständigkeit.
Neue Forschung zeigt: Der Knochen ist kein starres Gerüst, sondern ein aktives, hormonaktives Organ. Er reagiert auf Bewegung, Ernährung, Hormone und Entzündungen.
Hier sind die zehn wichtigsten, oft überraschenden Erkenntnisse über Osteoporose – über das hinaus, was wir zu wissen glaubten.
#1 Wie Du verhütet hast entscheidet über Deine Knochengesundheit
Knochenschwund ist kein Thema des Alters. Er beginnt Jahrzehnte früher. Bereits ab dem 30. Lebensjahr baut der Körper mehr Knochen ab, als er aufbaut. Entscheidend ist, wie viel Knochensubstanz bis dahin entsteht: die sogenannte Peak Bone Mass. Sie bildet sich zwischen Pubertät und Mitte 30 und bestimmt die Stabilität im späteren Leben.
In dieser Zeit spielen Hormone eine zentrale Rolle. Östrogen und Testosteron fördern den Aufbau, hemmen den Abbau und sichern die Festigkeit der Knochen. Wird diese Hormonproduktion über Jahre unterdrückt, etwa durch hormonelle Verhütung, kann sich das langfristig auf die Knochendichte auswirken.
Viele Frauen, die heute in den Wechseljahren sind, haben bereits in ihrer Jugend mit hormoneller Verhütung begonnen und sie über viele Jahre fortgesetzt. Die Pille gilt als zuverlässig, senkt aber die körpereigene Östrogenproduktion. Besonders bei frühem Beginn (vor dem 20. Lebensjahr) oder langer Einnahmedauer (über zehn Jahre) kann das den Aufbau der maximalen Knochendichte beeinträchtigen.Dagegen zeigen Studien, dass orale Kontrazeptiva in späteren Lebensjahren keine oder sogar positive Effekte auf die Knochen haben können.
🎓 Die „Pille“ kann den Knochenaufbau messbar verlangsamen. Vor allem junge Frauen unter 21 Jahren sind von negativen Effekten auf den Knochen betroffen, insbesondere bei Präparaten mit synthetischem Ethinylestradiol (EE) und anti-androgenen Gestagenen, die in Deutschland am häufigsten verschrieben werden.
Hormonal Contraception and Bone Metabolism: Emerging Evidence from a Systematic Review and Meta-Analysis of Studies on Post-Pubertal and Reproductive-Age Women, in: Pharmaceuticals (2025).

#2 Knochen sind ein Stoffwechselorgan - kein starres Gerüst
Knochen sind kein starres Baumaterial, das den Körper nur stützt. Sie sind ein hochaktives Organ mit ständigem Auf- und Abbau. Etwa alle zehn Jahre wird das gesamte Skelett vollständig erneuert! Ohne diese ständige Aktivität könnten sich Knochenbrüche gar nicht ausheilen.
Dieser Prozess reagiert außergewöhnlich sensibel auf äußere Einflüsse, besonders auf Bewegung, Hormone und Entzündungen. Schon geringe Veränderungen im Entzündungsstoffwechsel können die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) hemmen und die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) aktivieren.
Nach der Menopause verliert der Knochen durch den Östrogenabfall einen seiner wichtigsten Schutzfaktoren. Östrogen hemmt normalerweise den Knochenabbau und hält Entzündungen in Schach. Sinkt der Spiegel, verschiebt sich das Gleichgewicht zugunsten der knochenabbauenden Prozesse. Die Folge: Frauen verlieren zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr im Durchschnitt bis zu 40 % ihrer Knochendichte, Männer im gleichen Zeitraum nur etwa 12 %.
🎓 SWAN-Kohorte: selbst moderate Erhöhungen des Entzündungsmarkers CRP beschleunigen den Knochenabbau. Bei jeder Verdopplung des CRP-Werts verloren Frauen rund 0,1 % mehr Knochendichte pro Jahr. Am stärksten betroffen waren Frauen in der Übergangsphase zwischen Peri- und Postmenopause.
C-Reactive Protein Increases Predict Accelerated Bone Loss Across the Menopause Transition in: Journal of Bone and Mineral Research (2023).
Optimal ist ein CRP unter 1 mg/L, alles darüber kann den Knochenabbau langfristig beschleunigen.
#3 "Rapid Losers": Manche Frauen verlieren Knochensubstanz besonders schnell
Nicht alle Frauen verlieren gleich schnell an Knochendichte. Etwa ein Drittel gehört zu den sogenannten „Rapid Losern“: Frauen, bei denen die Knochen in wenigen Jahren dramatisch an Substanz verlieren.
Der gefährlichste Knochenverlust passiert nicht nach der Menopause, sondern während des hormonellen Übergangs. Er beginnt im Schnitt eineinhalb Jahre vor der letzten Regelblutung, also zu einem Zeitpunkt, an dem viele Frauen sich noch völlig gesund fühlen. In dieser Phase fällt der Östrogenspiegel ab, und das fein abgestimmte Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau kippt.
Im Durchschnitt verlieren Frauen in dieser Übergangsphase 6 % ihrer Knochenstruktur, manche deutlich mehr. In den kritischsten Jahren - vom letzten Zyklus bis zwei Jahre danach - sinkt die Knochendichte um 1 bis 1,5 % pro Jahr, bei Rapid Losern jedoch um bis zu 3 % jährlich. Das summiert sich auf 15–20 % in nur fünf Jahren.
Warum das so unterschiedlich verläuft, ist multifaktoriell. Frauen mit frühem oder starkem Östrogenabfall, niedrigem Körpergewicht, chronischem Stress oder erhöhten Entzündungswerten verlieren besonders schnell an Knochendichte.
🎓 SWAN-Studie: Der trabekuläre Knochen (TBS) blieb bis etwa eineinhalb Jahre vor der letzten Regelblutung stabil, fiel dann aber rasch und erreichte den stärksten Abbau im zweiten Jahr nach der Menopause. Danach verlangsamte sich der Prozess, blieb aber bestehen. Frauen mit frühem Hormonrückgang oder sehr niedrigem BMI waren besonders betroffen.
Trabecular Bone Score Declines During the Menopause Transition in: Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2020).
#4 Osteoporose ist eine der tödlichsten Krankheiten im Alter
Osteoporose gehört zu den häufigsten, aber am meisten unterschätzten Erkrankungen des Alters. In Deutschland erleidet etwa jede dritte Frau über 50 im Laufe ihres Lebens eine osteoporosebedingte Fraktur. Am folgenreichsten sind Brüche der Wirbelsäule und der Hüfte.
Eine solche Fraktur ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein Wendepunkt: Etwa jede fünfte Frau stirbt innerhalb eines Jahres nach dem Bruch – nicht an der Fraktur selbst, sondern an den Komplikationen wie Thrombosen, Lungenentzündung, Embolien oder Herz-Kreislauf-Versagen.
Auch die Überlebenden zahlen einen hohen Preis. Vier von zehn Betroffenen werden pflegebedürftig, viele verlieren dauerhaft ihre Mobilität und Selbstständigkeit. Die Angst vor einem weiteren Sturz führt häufig zu Bewegungsvermeidung, sozialem Rückzug und depressiven Symptomen.
Osteoporose ist darüber hinaus ein Beschleuniger des Alterns. Nach einer Hüftfraktur steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um bis zu 50 %, das Risiko für Demenz nahezu doppelt.
🎓 Treatment Gap: Trotz dieser Zahlen wird Osteoporose in Deutschland massiv unterversorgt. Der International Osteoporosis Foundation zufolge erhalten 76 % der Frauen mit hohem Frakturrisiko keine spezifische Osteoporosebehandlung - einer der schlechtesten Werte im europäischen Vergleich.
Osteoporosis in Europe: a compendium of country-specific reports, in: Archives of Osteoporosis (2022).

#5 DXA-Scan: Goldstandard der Diagnostik - aber selten genutzt
Der DXA-Scan (Dual-Energy X-ray Absorptiometry) gilt international als Goldstandard in der Diagnostik der Osteoporose. Die Messung zeigt wie stabil der Knochen strukturell noch ist. Sie wird meist beim Radiologen oder in osteologischen Fachpraxen durchgeführt, dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.
Der Befund wird als T-Score angegeben:
–1,0 bis –2,5: Verringerte Knochendichte (Osteopenie)
≤ –2,5: Osteoporose
< –3,0: hohes Frakturrisiko
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten (ca. 50-80€) nur unter bestimmten Bedingungen, etwa bei Verdacht auf Osteoporose nach einer Fraktur. Präventiv wird der DXA-Scan Frauen im mittleren Lebensalter nur selten aktiv angeboten, obwohl das Risiko für Knochenabbau gerade zwischen 45 und 65 Jahren deutlich ansteigt. Viele erfahren erst nach einer Fraktur, dass ihre Knochendichte bereits stark vermindert ist.
🎓 Studien zeigen, dass der DXA-Scan zwar die Knochendichte präzise misst, aber zur Vorhersage eines Frakturrisikos nur bedingt geeignet ist. Mehr als 50 % aller Frauen mit Hüftfrakturen hatten zuvor keinen osteoporotischen DXA-Wert.
Evaluation des Trabecular Bone Score (TBS) in der täglichen Praxis bei Patienten mit entzündlich rheumatischen und nichtentzündlichen Erkrankungen, in: Zeitschrift für Rheumatologie (2020).
Der DXA-Scan erkennt, was bereits verloren gegangen ist - nicht, was gerade passiert. Er bleibt unverzichtbar zur Diagnose, kommt aber häufig zu spät.

#6 Ein Urintest kann Knochenschwund früh erkennen
Während der DXA-Scan zeigt, wie viel Knochenmasse bereits verloren gegangen ist, misst der OsteoTest|Home, ob Dein Knochen gerade aktiv abgebaut oder aufgebaut wird. Er macht also sichtbar, was der DXA nicht zeigt: den aktuellen Stoffwechselzustand des Knochens lange bevor die Dichte messbar sinkt.
Der Test ist ein einfacher Urintest, der zu Hause durchgeführt wird. Im Labor wird das Verhältnis stabiler Calcium-Isotope gemessen. Diese verändern sich, wenn Calcium aus dem Knochen freigesetzt oder wieder eingebaut wird. So lässt sich erkennen, ob sich der Körper im Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und -abbau befindet: die Bone Mineral Balance.
Wird der altersgerechte Bereich unterschritten, spricht das für einen beschleunigten Knochenabbau, also für einen Zustand, in dem Prävention oder Therapie frühzeitig einsetzen sollten.
🎓 In einer aktuellen Studie mit über 2 300 Teilnehmenden zeigten Frauen mit Osteoporose signifikant niedrigere Isotopenwerte als gesunde Frauen. Die Methode erreichte eine Sensitivität von über 90 %, deutlich höher als der DXA-Scan. Bemerkenswert: Bei sechs von neun Frauen, die später eine Fraktur erlitten, war der DXA-Wert noch normal – der OsteoTest Home zeigte jedoch bereits Auffälligkeiten.
Das bedeutet: Der Test erkennt nicht nur, dass Knochen abgebaut wird, sondern auch, wie stark und ob diese Rate für Alter und Lebensphase normal ist.
Calcium isotope composition in serum and urine for the assessment of bone mineral balance (BMB) – The Osteolabs post-market follow-up study, in: Bone (2024).
Der OsteoTest|Home ergänzt damit die klassische DXA-Diagnostik: Er macht den Knochenstoffwechsel messbar, zeigt Abweichungen vom altersgerechten Verlauf und ermöglicht gezielte Prävention lange bevor der erste Bruch passiert.
#7 Kalzium allein ist nutzlos - und manchmal riskant
Etwa 99 % des Kalziums im Körper befinden sich in den Knochen und Zähnen - es ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff des Skeletts und sorgt für Härte und Stabilität. Damit dieses Kalzium im Knochen ankommt, braucht der Körper jedoch Unterstützung: Entscheidend ist das Zusammenspiel mit seinen Partnern: Vitamin D, Vitamin K2 und Magnesium.
Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium im Darm überhaupt aufgenommen werden kann.
Vitamin K2 lenkt das aufgenommene Kalzium anschließend dorthin, wo es gebraucht wird - in die Knochen.
Magnesium stabilisiert die Knochenstruktur und hilft, den Kalziumspiegel zu regulieren.
Fehlt einer dieser Faktoren, kann Kalzium an der falschen Stelle landen: in den Arterien statt im Knochen. Das erhöht nicht nur das Risiko für Osteoporose, sondern auch für Gefäßverkalkungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
🎓 Eine Übersichtsarbeit zeigt, dass Vitamin K2 und D am besten gemeinsam wirken: Sie fördern den Einbau von Kalzium in die Knochen und schützen gleichzeitig die Gefäße.
The Importance of Vitamin K and the Combination of Vitamins K and D for Calcium Metabolism and Bone Health, in: Nutrients (2024).
Auch Omega-3-Fettsäuren tragen zum Schutz des Skeletts bei.Sie wirken entzündungshemmend, fördern die Calciumaufnahme und beeinflussen den Knochenstoffwechsel positiv.
🎓 NHANES-Analyse: Menschen mit höherer Omega-3-Zufuhr hatten ein um 29 % geringeres Osteoporose-Risiko, besonders Frauen unter 60 Jahren.
The Association between Dietary Omega-3 Intake and Osteoporosis: A NHANES Cross-Sectional Study, in: Frontiers in Nutrition (2025).
Da Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren in Mitteleuropa häufig unzureichend vorhanden sind, ist eine gezielte Supplementierung in vielen Fällen sinnvoll. Etwa 3 von 4 Frauen in der Lebensmitte haben einen Vitamin-D-Mangel, und der Omega-3-Index liegt unter dem optimalen Bereich von über 8 %. Regelmäßige Laborkontrollen und eine angepasste Ergänzung helfen, die Knochenstoffwechsel-Balance langfristig zu stabilisieren.
#8 Krafttraining wirkt stärker als Medikamente
Knochen reagieren auf Reize. Jede Muskelkontraktion erzeugt Druck- und Zugkräfte, die die Osteoblasten aktivieren - jene Zellen, die neue Knochensubstanz aufbauen. Ohne diese Signale wird der Knochen abgebaut, selbst bei ausreichender Kalzium- und Vitaminzufuhr.
Krafttraining ist deshalb keine Ergänzung, sondern eine der wirksamsten Strategien gegen Osteoporose. Regelmäßige Bewegung stärkt Muskulatur, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit – die drei wichtigsten Schutzmechanismen vor Stürzen und Frakturen.
🎓 Eine Metaanalyse von 20 Interventionsstudien zeigte, dass gezieltes Training das Risiko für osteoporotische Frakturen um ein Drittel senkt, unter professioneller Anleitung sogar um bis zu 60%.
Exercise Reduces the Number of Overall and Major Osteoporotic Fractures in Adults: Does Supervision Make a Difference? In: Journal of Bone and Mineral Research (2022).
Doch die Wirkung von Bewegung geht weit über Muskelkraft hinaus. Aktive Muskeln wirken wie ein hormonelles Organ: Sie setzen bei jeder Belastung Myokine frei, Botenstoffe, die den Knochenstoffwechsel regulieren.
🎓 Eine aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt diesen Dialog zwischen Muskel und Knochen als zentrales biologisches Netzwerk. Regelmäßiges Training aktiviert Stoffwechselwege, die Knochenschwund verlangsamen und Heilungsprozesse beschleunigen.
Muscle-Bone Crosstalk: Involvement of Myokines in the Regulation of Osteoporosis, in: European Cells and Materials (2024).
Krafttraining ist damit weit mehr als Muskelaufbau: es ist aktive Prävention auf hormoneller und zellulärer Ebene. Bereits zwei Einheiten pro Woche mit gezielter Belastung reichen aus, um den Knochenstoffwechsel messbar zu aktivieren und das Risiko für osteoporotische Frakturen deutlich zu senken.

#9 Hormonersatztherapie schützt die Knochen - wenn sie rechtzeitig beginnt
Der Hormonrückgang nach der Menopause bleibt der entscheidende Auslöser für den beschleunigten Knochenabbau. Östrogen hemmt normalerweise den Abbau von Knochensubstanz und fördert die Neubildung durch Osteoblasten. Fehlt dieser Schutz, überwiegen die abbauenden Prozesse - die Folge sind poröse Knochen, Mikrofrakturen und Wirbelkörpereinbrüche.
Hier setzt die Hormonersatztherapie (HRT) an. Sie ersetzt das fehlende Östrogen, stabilisiert den Knochenstoffwechsel und senkt das Risiko osteoporotischer Frakturen signifikant.
🎓 Eine Auswertung mehrerer großer Studien zeigte, dass eine HRT das Risiko für Gesamtfrakturen um 24 %, für Wirbelfrakturen um 35 % und für Hüftfrakturen um 33 % reduziert.
Platz der Östrogene in der Primärprävention der Osteoporose in: Journal für Gynäkologische Endokrinologie (2011).
Auch die Internationale Menopausegesellschaft (IMS) kommt in ihren Empfehlungen zu einem klaren Fazit:
„Die Wahl einer medikamentösen Therapie sollte auf Basis einer Abwägung von Wirksamkeit, Risiken und Kosten erfolgen.Die HRT ist die geeignetste Therapie zur Frakturprävention in der frühen Menopause.“ (International Menopause Society, Global Consensus Recommendations, 2023 – zitiert nach hormonspezialisten.de).
Diese Einschätzung spiegelt die aktuelle Evidenzlage wider: Wenn die HRT innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Menopause eingeleitet wird, senkt sie das Risiko osteoporotischer Frakturen und wirkt darüber hinaus positiv auf Gefäße, Muskulatur und Bindegewebe.
#10 Knochenregeneration ist möglich, auch nach der Diagnose
Osteoporose galt lange als unumkehrbar. Doch moderne Forschung zeigt, dass unter gezielten Einflüssen wie Krafttraining, Hormontherapie, optimaler Nährstoffversorgung und Entzündungsregulation sich verlorene Knochensubstanz teilweise wieder aufbauen lässt. Der Schlüssel liegt in der mechanischen und hormonellen Aktivierung der Osteoblasten, der knochenaufbauenden Zellen.
Gezieltes Krafttraining sendet genau diese Reize. Jede kontrollierte Belastung verbessert die Struktur dort, wo Druck und Zug entstehen.
🎓 LIFTMOR-Studie: Nach acht Monaten hochintensivem Kraft- und Stoßtraining stieg die Knochendichte an der Wirbelsäule um 2,9 % und an der Hüfte um 0,3 %.
High-Intensity Resistance and Impact Training Improves Bone Mineral Density and Physical Function in Postmenopausal Women (LIFTMOR Trial), in: Journal of Bone and Mineral Research (2018).
Auch Hormone spielen eine zentrale Rolle in der Knochenregeneration.Wird der Hormonmangel ausgeglichen, kann sich der Knochenstoffwechsel normalisieren und teilweise umkehren.
🎓 Women’s Health Initiative: Eine kombinierte Hormontherapie führte innerhalb von drei Jahren zu einer Zunahme der Knochendichte um 4,5 % (Wirbelsäule) und 3,7 % (Hüfte).
Effects of Estrogen Plus Progestin on Risk of Fracture and Bone Mineral Density in: JAMA (2003).
Damit diese Regeneration gelingt, braucht der Körper die richtigen Nährstoffe.Vitamin D, Vitamin K2, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren sind entscheidend, damit Kalzium in die Knochen eingelagert wird und Entzündungsprozesse gedämpft werden, die den Abbau fördern.
Knochenregeneration ist also absolut machbar. Wer gezielt trainiert, die Hormonbalance stabilisiert und für eine ausreichende Nährstoffversorgung sorgt, kann den Knochenabbau nicht nur stoppen, sondern tatsächlich wieder Substanz aufbauen.
Der Knochen bleibt formbar und reagiert auf das, was wir täglich tun!
➡️ ✤ beyoni health
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte eine ärztliche Rücksprache erfolgen.



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